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Laufschuh-Innovation

In der Laufschuhindustrie vollzieht sich gerade der größte Paradigmenwechsel der Geschichte
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Der Anfang vom Ende der Pronationskontrolle

Trotz 40 Jahren Forschung und Innovation sind die Verletzungsraten bei Läufern höher denn je. Jetzt hat Weltmarktführer Nike erkannt: Nicht der Hinterfuß beeinflusst das Verletzungsrisiko. Der Fokus muss auf einem stabilen Vorderfuß liegen. Der schwäbische Laufschuhhersteller Joe Nimble verfolgt diese Idee bereits seit zehn Jahren. Geschäftsführer Sebastian Bär fordert von den Laufschuhherstellern daher noch radikalere Konsequenzen.

Bietigheim-Bissingen, 17. Februar 2021 – In der Laufschuhindustrie vollzieht sich gerade der größte Paradigmenwechsel der Geschichte. In der Vergangenheit konzentrierte sich die biomechanische Forschung zu Ursachen und Vorbeugemaßnahmen von Laufverletzungen vor allem auf die Bewegung des hinteren Fußes während der Bodenkontaktphase des Laufens. Klinische Beobachtungen ergaben übereinstimmend, dass Läufer, die zu stark oder zu wenig pronieren, also das Fußgelenk zu wenig oder zu stark eindrehen, anfälliger für Laufverletzungen sind. Als Konsequenz wurden sämtliche Läufer in die drei Gruppen “Überpronierer”, “Supinierer” oder “Neutralläufer” eingeteilt. Ihre Rückfußbewegung wurde fortan mit bewegungskontrollierendem, gepolstertem oder stabilem Schuhwerk kontrolliert oder gefördert.

Leider sind trotz 40 Jahren Forschung und Innovation die Verletzungsraten bei Läufern höher denn je. Mit Nike hat jetzt der Weltmarktführer für Laufschuhdesign, Forschung und Innovation erkannt, dass es Zeit ist, neue Ansätze zur Vermeidung von laufbedingten Verletzungen zu verfolgen. Dabei rückt erstmals die Bewegung des Vorderfußes in den Fokus. In neuen Studien analysierte Nike, wie die Instabilität des Vorderfußes während der Abdrucksphase (Fersenabdruck) des Laufens die Überpronation oder Unterpronation des Hinterfußes und somit das Verletzungsrisiko beeinflusst.

Was ein schwäbischer Mittelständler einem Weltkonzern wie Nike voraus hat

Als Pionier auf dem Gebiet von Zehenfreiheit (“Toe Freedom”) und Functional Footwear erforscht das schwäbische Familienunternehmen BÄR Schuhe seit mehr als vier Jahrzehnten, wie mehr Raum für die Zehen die Stabilität beim Laufen steigern kann. 

“Wir freuen uns sehr, dass Nike mit dem Projekt ‘Run Fearless’ nun auch mit viel MarketingPower darauf aufmerksam macht, dass mehr Zehenfreiheit die Stabilität beim Laufen steigert”,

sagt Sebastian Bär. Unter der Brand Joe Nimble überträgt er seit gut zehn Jahren die Expertise der Mutter BÄR Schuhe auf den Laufschuhbereich. Zusammen mit dem renommierten Lauftrainer und Biomechaniker Lee Saxby sowie einem Expertenteam aus Biomechanikern, Technikern, Ingenieuren, Industriedesignern und Fachleuten aus der Schuhindustrie hat Bär – selbst passionierter Läufer – ein revolutionäres Schuhdesign mit einer breiteren Zehenbox für maximale Stabilität entwickelt. Auf der ISPO Anfang Februar launchte er unter dem Slogan “Discover Freedom” die Kampagne zur aktuellen Kollektion, die anhand von künstlerisch verfeinerten Röntgenbildern zeigt, wie sich die Fußstellung in traditionellen Laufschuhen von denen in Joe-Nimble-Footwear unterscheidet.

“Das ist ‘Run Fearless’ auf schwäbisch”,

schmunzelt Bär.

“Und Innovation made by Mittelstand in Germany”. 

Bei seiner Mission vom schmerzfreien Laufen geht der Functional-Footwear-Hersteller aber noch weiter als der Weltmarktführer. Denn Nikes Lösung schafft zwar eine breitere, stabilere Basis für den Vorderfuß, indem die Schuhbasis im Mittelfußbereich erweitert wird. Der große Zeh und sein Mittelfußknochen können aber weiterhin nicht vollständig gerade ausgerichtet werden. 

“Wir sollten nicht nur kurzfristig Symptome lindern, sondern auf die tatsächlichen Ursachen des Problems eingehen”,

sagt Bär. Nur wenn der große Zeh als stärkster Muskel im Fuß und der Mittelfußknochen zusammen mit ihren Muskeln und Sehnen hundertprozentig an der Gewichtsbelastung teilnehmen, können sie für Stabilität sorgen.

Was ein schwäbischer Mittelständler einem Weltkonzern wie Nike voraus hat

“Wenn wir uns trauen, Laufschuhdesign neu zu denken und das Augenmerk vom Hinter- auf den Vorderfuß zu lenken, dann lasst uns das als Branche doch wirklich konsequent tun und ausreichend Platz für die Zehen schaffen”,

fordert Bär. Wissenschaftliche Studien belegen, dass der hintere Fuß in der Standphase stärker proniert, je deformierter und schuhförmiger die Großzehenposition eines Läufers (Hallux Valgus) ist. Und genau diese Pronation gilt als Risikofaktor für die Knieverletzungen bei Läufern.

Der Biomechaniker und Laufberater Lee Saxby pflichtet ihm bei:

“Mutter Natur hat den menschlichen Fuß für die Menschheit optimal konstruiert”,

erklärt der Experte. Durch das Tragen von Schuhen mit Zehenfreiheit können die großen und kleinen Zehen ihre natürliche Position einnehmen und ihre natürliche Funktion ausüben. 

Dieser Ansatz schafft bei den Läufern mehr Stabilität im Vorderfuß und behebt mit dem Lieblingsprinzip von Mutter Natur die Ursache des Problems: Form ist Funktion.

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