Trail Verbier Saint-Bernard

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Die X-Alpine Strecke mit 111Km und 8400Hm war eine absolute Grenzerfahrung!
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Am vergangenen Wochenende ging es am Freitagmorgen in die Schweiz. Genauer gesagt, nach Verbier im schönen Kanton Wallis. Verbier ist ein Wintersportort im Gebiet der 4 Vallees. Angemeldet war ich für die X-Alpine Strecke mit 111Km und 8400Hm. Nach angenehmen 6Std. Fahrt konnte ich kurz vor 14 Uhr, nach Vorzeigen eines negativen Antigentests, meine Rennunterlagen in Le Chable abholen. Direkt im Anschluss bin ich hoch nach Verbier 1490m gefahren um einen Stellplatz für das Auto zu suchen. Danach drehte ich noch eine Runde bei bestem Wetter durch Verbier, packte den Rucksack und legte bis zum Start um 1 Uhr die Beine noch etwas hoch. Man kann auch noch um 4 Uhr starten, für die Läufer, die unter 30 Std. finishen. Ich entschied mich aber bei der Strecke und Hm für den größeren Zeitpuffer.

Pünktlich um 1 Uhr wurde gestartet und es ging eine Runde durch Verbier, ehe es am Ortsende die ersten 300Hm hoch nach Le Chateau 1760m ging um gleich wieder 1000Hm am Stück runter nach Sembrancher 714m mit der ersten Verpflegung zu laufen. Schnell ein Ovomaltine Brot und Iso aufgefüllt, und auf in den ersten richtigen Anstieg hoch zum Catogne 2598m mit fast 2000Hm am Stück, begleitet von einem tollen Sonnenaufgang.

Das Wetter war ideal zum Laufen, angenehme Temperaturen und trocken. Was sich aber laut Veranstalter und Wetter App im Laufe des Nachmittags leider noch ändern sollte. Es war Regen gemeldet und sehr frische Temperaturen auf den höchsten Punkten. Von Catogne ging es dann auch wieder 1000Hm am Stück runter nach Champex le lac, hier eine weitere Vp. Von Champex ging es dann steil und etwas verblockt hoch zur Cabane ‘d Orny Hütte, dem höchsten Punkt des Rennens mit 2826m vorbei am Ornygletscher, mit einem weiterem Vp.  Danach ging es gleich wieder in den Downhill runter nach Saleina auf 1270m, wo man Wasser auffüllen konnte. Von dort ging es leicht ansteigend, was sehr angenehm war, nach La Fouly 1600m, mit der nächsten größeren Vp. Getränke aufgefüllt, ein paar Kartoffeln mit Salz und weiter ging es in den nächsten langen Anstieg hoch zum Col du Fenetre 2695m. 

Mittlerweile hatte auch der angekündigte Regen eingesetzt, was ich als relativ angenehm empfand hier weiter unten. Aber kurz vor dem Gipfel nahm der Regen zu, es wurde windig und somit Zeit für die Schlechtwetter Bekleidung mit Regenjacke/Mütze/Handschuhe. Hier oben waren auch noch einige Schneefelder zu queren. Vom Col du Fenetre ging es runter zur Passstrasse und hoch zum St.Bernard auf 2450m mit einer weiteren Vp. Hier gab es erst mal eine warme Nudelsuppe. Die kurze Pause war aber überhaupt nicht gut für meinen Körper. Da ich durch die Nässe und Kälte “Ruck Zuck” auskühlte und die weiteren 300Hm Anstieg vom Vp hoch zum Col des Chevaux 2714m die schlimmsten des Rennens waren. Die Finger steif gefroren, trotz Handschuhen, wollte ich so schnell wie möglich in den Abstieg runter nach B.St. Pierre 1612m. Dort wartete mein Dropbag. Man konnte sich in Ruhe in der warmen Turnhalle umziehen, es gab dort ein warmes Essen, Spaghetti mit Tomatensoße. Ich nutze die Pause noch, um Handy und Uhr zu laden. Gut erholt und motiviert ging es auf in die zweite Nacht. Natürlich auch direkt wieder mit einem langen Anstieg hoch zum Col de Mille 2480m . Der Regen hatte mittlerweile aufgehört und es klarte etwas auf. Oben auf der Hütte ein weitere Vp, nur schnell Getränke aufgefüllt und wie auch anders, ein langer Downhill über 1500Hm nach Lourtier 1074m. Hier ist noch mal ein größerer Vp im Gemeindehaus. Hier galt es sich noch mal vorzubereiten auf das, was jetzt kommen sollte. Viele Läufer, die den Trail schon gelaufen sind, warnten mich, dass der heftigste Anstieg zum Schluss kommt. Das trifft hier definitiv zu. Schon beim Abstieg nach Lourtier sah ich die Stirnlampenlichter am zu erwartenden Anstieg. In Lourtier habe ich mich nicht lange aufgehalten und begab mich an den Anstieg mit über 1200Hm hoch nach La Chaux 2266m der extrem steil ist. Nicht schwierig, aber extrem steil. Vom Veranstalter auch “the Wall” genannt. Was habe ich geflucht dort hoch und nach jeder Kuppe ging es weiter hoch und vor einem immer noch Lichter, die sich hochkämpfen.

Aber irgendwann war es geschafft, an der Vp noch ein Schluck Cola und zum letzten Mal in den Downhill runter nach Verbier ins Ziel. Dort kam ich dann am frühen Morgen nach 28 Std und 10min an. 

Mein Fazit

Ein wirklich toller, fordernder Trail für erfahrene und ambitionierte Läufer. Die An- und Abstiege sind sehr steil, etwas Kletterei und Absturzgelände sind mit dabei.
Ein sehr Internationaler Lauf, mit Teilnehmern aus der ganzen Welt.

Bei 550 Startern schafften es dieses Jahr 222 Finisher ins Ziel.
Mein Platz 131

Text & Foto: Steffen Merkert

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